Kochen

Das Ende aller Diäten

Nährstoffreich abnehmen ohne Hungern

Ein schönes Cover, das fast an einen Krimi denken lässt – so mein erster Eindruck, als ich dieses Buch in den Händen hielt. Danach habe ich es ausgepackt und musste es erschrocken außer Reichweite legen. Das Buch riecht stark nach irgendwelchen Druckfarben. Zum Glück verfliegt der unangenehme Geruch schon bald, sodass man es aufschlagen kann.

Zuerst fiel mir eine Liste in den Schoß, auf der die Zutaten aller Rezepte zusammengestellt sind. Das klingt gut, ist aber beim genaueren Hinsehen einfach eine Bestellübersicht. Denn man kann sich direkt alle Zutaten bei einem Versand bestellen.Im Innenteil des Faltblattes sind dann auch noch weitere Produkte des Dr. Fuhrmann aufgelistet: Suppenwürze, Körner, Proteine, Entsafter usw.

Nun gut, dann also zum Buch 😉

Die Gestaltung des Layouts ist klar, einfach und übersichtlich. Das passt gut zu einem Ernährungsberater- und Rezeptebuch, finde ich. Im ersten Kapitel geht es um den toxischen Hunger. Klingt schrecklich: giftiger Hunger? Aber irgendwie kennt das jeder, gerade die ungesunden Speisen machen noch mehr Hunger. Ihnen fehlt es eben an Nährwerten und Ballaststoffen. Die Überschriften klingen manchmal etwas merkwürdig: „Um die Esssucht zu überwinden, müssen Sie auch emotionales Essen überwinden“

Im zweiten Kapitel werden Diätmythen entlarvt. Interessant ist es, einen Einblick in verschiedene, heute beliebte, Diätarten zu bekommen.Die Frage „Wem glauben Sie?“ finde ich dabei schwierig zu beantworten. Einem Dr. Fuhrmann kann ich auch nicht so recht glauben, auch wenn hier nichts steht, was nicht glaubwürdig wäre. Es ist mehr das plakative „Wie“, das mir nicht gefällt. Das mag aber an meiner allgemeinen Skepsis liegen, was Diätbücher angeht.

Im vierten Kapitel lernen wir nund „Die Macht echter Nahrung“ kennen. Wo steckt was drin und was tut es im Körper? Aus diesen supertollen Lebensmitteln hat Dr. Fuhrmann ein System entwickelt, das er im fünften Kapitel vorstellt. Das ANDI-Bewertungssystem. Mmm, also ist es auch wieder eine Diät, was er hier anbietet? Was sonst? im ANDI-System bewertet der Autor die Nährstoffe pro Kaloriendichte. D.h. man kann sich aussuchen, wie viel Gutes man sich tun will, innerhalb der gewünschten Kalorienmenge. Sehr praktisch! Beispiele: Spinat 707 Punkte, Äpfel 53, Milch (1% Fett) 31 Punkte. Nun muss ich aber noch die Glykemische Last beachten (GL), auch aus anderen Ratgebern als GLYX bekannt.

Zur Ermutigung sind immer wieder Interviews mit erfolgreichen Abnehmern aufgeführt. Sie klingen ein bisschen nach Kaugummi-Werbung und nach religiöser Werbung. Aber vielleicht motivieren sie ja tatsächlich jemanden. Ich kann so etwas nicht so recht glauben.

Teil zwei des Buches liegt mir mehr. Hier geht es um den „Plan“ und die Rezepte.

Es gibt zahlreiche praktische Tipps, wie man das Essen zubereiten kann, welche Menüs man sich zusammenstellen kann und sogar, was sie kosten.Hilfreich sind auch die Tipps zur Verarbeitung der Lebensmittel. Hier beschreibt der Autor, welche Formen von bestimmten Lebensmitteln den hächsten Nährstoffgehalt aufweisen. So ist es sinnvoll, Nüsse udn Samen zu rösten, getrocknete Tomanten zu verwenden oder dass man Hefeflocken zum Würzen verwenden soll (oh, also Pro-Glutamat, der Herr Doktor). einige Beispielmenüs erleichtern den Umstieg. Sie sind gut ausgedacht, sodass auch jemand, der wenig Zeit zum Kochen hat, zurecht kommt.

Die Rezepte sind teilweise bebildert, was dazu führt, dass man vor allem diese Bildrezepte betrachtet. Viele Gerichte klingen richtig lecker. Toll finde ich die interessanten Dips und Dressings  für Salate.Für Vegetarier wie mich gibt es hier wirklich viele schöne Rezepte, die reizen, sie nachzukochen.

Fazit: Interessante Rezepte und ein System, das hilft, besonders nährstoffreiche Lebensmittel auszuwählen. So kann man Kalorien sparen und sich gesund ernähren – und vielleicht auch abnehmen.

Dr. Joel Fuhrman: Das Ende aller Diäten. Unimedica im Narayana Verlag 2016

ISBN 978-3-9441-2570-1

Bei Amazon: Das Ende aller Diäten

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