Roman · Selber machen

Einmal lieben geht noch

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Eine Lehrerin geht allmählich auf die Vierzig zu und das als Single. Um das zu ändern, sucht sie ständig nach neuen Gelegenheiten, Männer kennenzulernen. Wer Single ist, egal ob Mitte Dreißig, jünger oder älter, kennt das. Auch Lucies Problem, irgendwie ganz schön hohe Ansprüche an ihren Zukünftigen zu haben, zumindest sollte er sympathisch sein, nicht schmatzen…

Das erste Kapitel besteht aus einer schwungvollen, gut beobachteten Aufzählung von Männertypen. Es scheint, als wäre das der Blick der Protagonistin auf die Männerwelt und zugleich ihre Sprache. Doch leider ändert sich das ab dem zweiten Kapitel. Jetzt wird berichtet, was Lucie so alles erlebt. Ich schreibe bewusst „berichtet“, denn so empfinde ich es. Ich habe das Buch nur zur Hälfte lesen können, den Rest überflogen, weil ich es so langweilig und mühsam fand.

Die Stimmung im Buch ist durchwegs eher trist, genervt, frustriert. Dazu scheint es kein Ziel zu geben, auf das die Protagonistin zusteuert, außer eben, einen Mann kennenzulernen. Sie hat auch kein Leben, keinen wirklichen Alltag, es gibt keine Handlung neben diesen Männerbekanntschaften, die oft sogar nur Beobachtungen aus der Ferne sind.

Fazit: Für mich ist dieses Buch kein Roman, sondern eher eine Aufzählung. Man hätte ein humorvolles Sachbuch daraus machen können oder, mit dem nötigen Schriftstellerhandwerk, einen amüsanten Roman.

Rachel Corenblit: Einmal lieben geht noch. Penguin Verlag 2016

ISBN 978-3-328-10008-9

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