Steuer

Der Autor und das liebe Geld

geldSteuerratgeber für Autoren mit zahlreichen Praxisbeispielen

Selbstständig, Freiberufler, Kleinunternehmer… oder doch nicht? Als Schriftsteller bzw. Autor verdient man Geld, wenn auch meist nur sehr wenig. Doch wie in jedem Beruf und bei jedem Verdienst muss man dieses Geld selbstverständlich versteuern. Aber wie? Nicht jeder kann sich einen Steuerberater leisten, der alle Fragen klärt und so müssen zumindest am Anfang ihrer hoffentlich erfolgreichen Karriere viele Autoren ihre Buchführung samt Steuererklärungen selbst in die Hand nehmen.

Annette Warsönke, Fachanwältin für Steuerrecht ist zugleich auch Dozentin und Beraterin in diesem Bereich. Nach zahlreichen Vorträgen ist nun auf Anfragen dieses Buch entstanden, wie die Autorin im Vorwort schreibt.

Die Kapitel sind folgende:

  1. Einkommensteuer
  2. Umsatzsteuer/Mehrwertsteuer
  3. Der Steuerbescheid
  4. Autorenkollektive
  5. Die ersten Schritte
  6. Künstlersozialkasse (KSK)
  7. Förderungen
  8. Hinweise für Ihren Steuerberater

Das zeigt die Bandbreite dieses Buches: Hier geht es nicht nur um die üblichen Auflistungen der Steuerbelange, sondern wurden gezielt Fragen von Autoren beantwortet.

Der Aufbau des Buches ist sehr sinnvoll gegliedert. So erfährt man gleich zu Beginn, wie man festlegt, welches Einkommen, also welche Art des Einkommens man überhaupt hat. Interessant ist hier auch der Punkt 1.1.2 „Vorsicht vor Einkünften aus Gewerbebetrieb“, denn viele Autoren verkaufen ihre Bücher selbst (besonders E-Books und Print on Demand) oder verkaufen anderes, wie z.B. Selbstgenähtes aus ihrem Schneiderbuch.

Das Besondere an diesem Buch ist zunächst, dass die Autorin ganz genau auf die Interessen der Schriftsteller eingeht. So gibt es genaue Auflistungen von Ausgaben, die möglich sind, wie Reisekosten bei Recherchen oder der Kauf von Romanen, die man als Vergleichsmaterial benötigt, wenn man selbst einen Roman schreibt. Es gibt sehr viele konkrete Beispiele, die gut veranschaulichen, wie man mit dem jeweiligen Punkt in der Praxis umgehen muss. Sehr gut sind auch die vielen Querverweise zu anderen Punkten und zu Gesetzen, die für den jeweiligen Punkt gelten.

Für einige sind sicher auch die Hinweise zu Autorenkollektiven interessant. Hier geht es darum, wie man seine Einkünfte versteuert, wenn man mit anderen Autoren gemeinsam schreibt.

Eine negative Kritik habe ich aber doch: Das Layout gefällt mir gar nicht. Ich finde, die Auflistung der Punkte, wie in einer Facharbeit, ist zu unübersichtlich für solch ein Buch. Schon im Inhaltsverzeichnis macht sich das bemerkbar, denn die Zeilen gehen fast fließend ineinander über. Hier hätte eine optische Trennung der Punkte gutgetan, z.B. durch Schriften in unterschiedlichen Größen oder Einrücken der Unterpunkte.

Fazit: Ein nützliches und sinnvolles Buch für Schriftsteller, Autoren und Interessierte, die es werden wollen. Alle wichtigen Punkte sind erwähnt, die man für die Steuererklärung und den Umgang mit der Umsatzsteuer wissen sollte. Was man nicht findet, kann man mithilfe der Hinweise zum entsprechenden Gesetz aber gut nachschlagen. Eine Einschränkung ist das zu einfache Layout.

Nähere Informationen zur Autorin und ihren Kursen: http://www.ra-warsoenke.de

Annette Warsönke: Der Autor und das liebe Geld. BoD 2016

ISBN 9-783741-28194-5

Bei Amazon

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