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Tierische Notnahrung

tierSurvivalwissen für Extremsituationen

Die überarbeitete Neuauflage des „Standardwerks für Survivalbegeisterte“ zeigt, dass der Autor noch mehr Wissen weitergeben kann. Er hat in dieser neuen Ausgabe noch mehr Bilder beigefügt, auch die ehemals als zu „heftig“ aussortierten. Seine Meinung im Vorwort ist deutlich: „… ich glaube, dass jemand, der Wurst und Schnitzel isst, auch den Anblick von inneren Organen ertragen kann.“

Der Inhalt des Buches gliedert sich in folgende Kapitel:

  • 1 Vorwort
  • 2 Ein wenig Ernährungslehre
  • 3 Insekten, Larven, Würmer, Spinnen
  • 4 Weichtiere
  • 5 Stachelhäuter
  • 6 Krustentiere
  • 7 Fische
  • 8 Amphibien
  • 9 Reptilien
  • 10 Vögel
  • 11 Säugetiere
  • 12 Tot aufgefundene Tiere
  • 13 Fallen und Behelfe
  • 14 Zubereiten und Konservieren

Das Buch richtet sich an Menschen, die in der Wildnis Nahrung suchen müssen. Tatsächlich gibt es (glücklicherweise noch) einige Gebiete, in die sich ein einsamer Wanderer begeben kann. Schon ein kleiner deutscher Wald bietet aber die Möglichkeit, Natur zu erleben und erste Notnahrungs-Erfahrungen zu sammeln. Johannes Vogel weist jedoch darauf hin, dass das Buch kein Freibrief zum Wildern ist und der Respekt vor den Tieren und der Natur an oberster Stelle steht. Er beschreibt, dass es wichtig ist, Tiere zu beobachten und nicht unbedingt notwendig ist, beim „Üben“ ein Tier zu töten. Es reicht, herauszufinden, ob es möglich gewesen wäre, es zu tun.

Einführend gibt es einige wichtige Infos zur Ernährungslehre. Das hilft zu erkennen, was der Körper wirklich braucht und welche Tiere dies als Nahrung bieten können. Eine Tabelle zeigt anschaulich die zum Überleben wichtigsten Werte: Energie, Protein und Fett. (Interessant, dass 100 g Heuschrecken mehr Protein und Fett enthalten als Hasenfleisch und fast an dessen Energiemenge heranreichen.)

In den Kapiteln zu den einzelnen Tierarten erläutert der Autor ausführlich, welche Tiere und deren Teile sich als Notnahrung eignen, wie sie getötet, vorbereitet und verarbeitet werden. Er weist immer wieder darauf hin, was ungenießbar oder giftig ist und erinnert an Gefahren durch Bisse und Stiche. Selbst wer nicht dachte, jemals Insekten essen zu wollen, liest sich bald fest. Denn die Erläuterungen sind sehr interessant und nachvollziehbar geschrieben. Übrigens auch nicht „eklig“. Ich als Vegetarierin konnte das Buch gar nicht mehr weglegen.

Fazit: Johannes Vogel hat ein unglaublich großes Wissen über Tiere angesammelt, viel beobachtet und selbst ausprobiert. Das merkt man in diesem umfassenden und sehr gut erklärten Buch.

Johannes Vogel: Tierische Notnahrung. Pietsch-Verlag 2017 (2. Auflage)

ISBN 978-3-613-50850-6

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