Selber machen · Und mehr...

Schluss. Mit. Plastik.

9783453605091_Cover

Was du konkret tun kannst, um den Wahnsinn zu stoppen.

30 Zwei-Minuten-Lösungen

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben, Müll…Müll…Müll…

Es ist unglaublich, wie durch unsere Schüler, die freitags streiken, endlich in jedem Haushalt ankommt, dass wir selbst etwas tun müssen, um unsere Erde zu schützen und vielleicht zu retten. Auch dieses blaue Taschenbuch (blau wie Hoffnung?) trägt dazu bei.

Zunächst ist der erste Eindruck positiv, denn das Buch fühlt sich an, als wäre es aus Recyclingpapier hergestellt. Wobei das vermutlich täuscht, denn das „Papier aus verantwortungsvollen Quellen“ ist weiß gebleicht und nur recht grob strukturiert (als wäre es nicht holzfrei). Aber hier zählt ja vor allem der Inhalt.

Und der ist genauso, wie auf dem Titel versprochen. Wer bisher dachte: „Was bringt es schon, wenn ich kleiner einzelner Mensch meine Chipstüte nicht in den offenen Müllkorb im Park werfe?“ wird schnell eines Besseren belehrt. Der Autor erklärt, dass genaus dieses eine Teil, wird es richtig entsorgt oder besser erst gar nicht gekauft, dann nicht dazu führt, dass ein Tier daran erstickt oder es in tausende Microplastikteilchen zerfällt und im Wasser und Boden landet (und dann übrigens irgendwann in unseren Mägen). Die Beispiele im Buch sind sehr verständlich und wirksam.

Martin Dorey engagiert sich mit einer Aktion, die sich #2minutebeachclean nennt. Die Idee dahinter ist, wenn jeder Mensch zwei Minuten investiert, um Müll einzusammeln (im Buch geht es um Strände), würden unmengen Müll nicht im Meer landen. Die Idee ist so anregend, dass man direkt motiviert ist, überall Müll einzusammeln. Weil es mehr als nur Müllsammeln gibt, um Plastik und Müll zu vermeiden, gibt es auch viele weitere Ideen dazu. Mit dem #2minutesolution tritt man ein in die Comunity und erfährt mehr darüber.

Viele Anregungen im Buch lassen sich direkt umsetzen. Andere erscheinen bei näherer Betrachtung vielleicht nicht ganz fertig gedacht, sind aber trotzdem einen Schritt weiter. Wie z.B. lieber Papiertüten zu nutzen, statt Plastiktüten. Hier weiß man heute, dass der ökologische Fußabdruck der Papiertüten sehr groß ist, u.a. weil man sie meist nur selten benutzen kann. Es gibt aber auch den Tipp, Stoffbeutel zu verwenden und dazu gleich noch ein Tipp zu einer Aktion: Die Morsebag-Community näht Stofftaschen aus Resten und verschenkt sie. Eine super Idee, wie ich finde (ich überlege schon länger, mich mal vor einen Supermarkt zu stellen und dort Taschen zu verschenken, die ich aus alten Klamotten nähe, habe mich aber noch nicht getraut). Hier der Link: www. morsbags.com/

Fazit: Ein supertolles und sehr praktisches Buch. Es ist schnell durchgelesen und bietet viele lebensnahe und direkt umsetzbare Anregungen, um Plastik zu vermeiden. Ideal auch für Familien mit Kindern, für Lehrer*innen und Erzieher*innen.

Mein Hörtipp dazu: A&P mit Plastik (sie hatten schon vor ca. 35 Jahren eine Ahnung davon…)  https://youtu.be/xSu9n0zD0mg

Martin Dorey: Schluss. Mit. Plastik. Heyne 2019

ISBN 978-3-453-60509-1

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