Garten · Selber machen

Die Kraft der Wurzeln

die-kraft-der-wurzeln_nte2mtc0nvoVerborgene Schätze unserer Heilpflanzen

Schon im aufklappbaren Pappumschlag findet man ein paar „Wurzel-Lieblingsrezepte“, die Lust auf sofortiges Wurzelausgraben machen. Das Buch ist sehr übersichtlich aufgebaut. Es besteht aus drei Kapiteln:

  • Wurzelwerk
  • Wurzeln von Wildpflanzen
  • Wurzeln von Gemüsepflanzen

Im ersten Kapitel erfährt man alles Wichtige und Wissenswerte über die Ernte, das Säubern, Trocknen und Einlagern der Wurzeln. Außerdem gibt die Autorin sehr nützliche praktische Tipps zum Verarbeiten bzw. Heilen mit Wurzeln.

Den Hauptteil des Buches nimmt eine Art Lexikon der Wurzeln ein. Jede Pflanze ist mit mindestens einem großformatigen Foto abgebildet und genau beschrieben. So kann man sie relativ sicher bestimmen. Anschließend gibt es zahlreiche Informationen über die jeweilige Anbaumöglichkeiten, Ernte und die Verwendung. Dazu sind jeweils Rezepte aufgeführt, die wiederum bebildert sind.

Die Autorin be4schreibt die Kraft der Wurzeln mit sehr viel Fachwissen und doch praxisnah und einfach verständlich. Das macht Lust aufs Anbauen, Suchen, Ernten und Nachkochen. Mir persönlich gefällt besonders die Mischung aus Kultur- und Wildpflanzen. Es ist für jeden etwas dabei und sicher kann man einige Pflanzen gleich um die Ecke in der nächsten Wiese entdecken.

 Fazit: Informativ, umfassend und schön bebildert. So ist das Buch nicht nur für die aktuelle Wurzelsuche hilfreich, sondern eine langfristige Bereicherung.

Simone Schalk: Die Kraft der Wurzeln. Ulmer 2016

ISBN 978-3-8001-0807-7

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Garten

Wildobst

Schlehe, Hagebutte und Co. für meinen Garten

wildobst_nte2mtczofoEigentlich hatte ich ein Buch über wild wachsendes Obst erwartet – also Obst, das ich irgendwo unterwegs entdecken kann. Doch dieses Buch behandelt Obst, das im Garten angebaut werden kann, allerdings sogenanntes Wildobst, also kein Zuchtobst ist.

Drei Kapitel befassen sich vor allem damit, wie man Wildobst im Garten anbauen kann, wie man es pflegt und schön gestaltet.

Ein Kapitel „Wildobst für die Küche“ gibt Informationen und Tipps, welche Sorten sich für die Verarbeitung in der Küche eignen und wie man sie dann schließlich verwenden kann.

Für mich persönlich das wichtigste und informativste Kapitel ist „Die 40 besten Wildobstarten“. Hier stellt die Autorin von der Apfelbeere bis zu Wildrosen Wildobst vor, das man auch in der „Wildnis“ finden kann. Sehr praktisch sind die Infos, ob man das Obst auch im Küchengarten anbauen kann. Dazu gibt es auch vorab schon allgemeine Infos. Im „Lexikon“ findet man dazu jeweils ein Icon, sodass man die Obstsorte sofort zuordnen kann. Außerdem sind „auf einen Blick“ Infos zur Verwendung und zum Standort zusammengefasst.

Das Besondere an diesem Buch sind die vielen wirklich schönen Fotos. Selbst wenn man gar keinen Wildobstgarten anlegen will und nicht mal Interesse an Pflanzen hat, wird man das Buch gerne mehrmals durchblättern und immer wieder an einzelnen Bildern hängen bleiben.

Fazit: Das Buch gibt einen guten Einblick und eine Übersciht über die Möglichkeiten, einen Wildobstgarten anzulegen oder sich solche wilden Obstsorten auf dem Balkon oder Fensterbrett anzubauen. Außerdem kann man in einer Art Lexikon die wichtigsten 40 Wildobstsorten kennenlernen.

Ina Sperl: Wildobst. Ulmer 2016

ISBN 978-3-8001-0366-9

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Garten · Selber machen

Meine Pflanzenmanufaktur

Bewährte Traditionen neu entdecken

9783440145203Die Natur bietet mehr als frische Luft und Naherholungsgebiete für Städter. Da gibt es viele Pflanzen, die nicht nur schön aussehen, dem Ökosystem nützen und uns u.a. Sauerstoff liefern. Viele von ihnen sind essbar, ja sogar richtige Köstlichkeiten. Manche eignen sich, um daraus Schnüre, Körbe oder andere nützliche Dinge herzustellen. Ursula Stumpf, eine „praxiserfahrene Kräuterfrau und Heilpraktikerin“ (laut Klappentext), zeigt in ihrem Buch, zahlreiche Beispiele, dieser Vielfältigkeit unserer heimischen Pflanzen.

Von den ersten Seiten darf man sich nicht irreführen lassen (wie ich): Hier geht es nicht darum, alte Methoden 1:1 nachzustellen (wie die Bilder des Kapitels „Die Natur schenkt alles für ein gutes Leben“ suggerieren). Die Autorin zeigt vielmehr, wie man sich mithilfe alter und neuer Techniken Methoden Pflanzen zunutze machen kann. Da gibt es einiges, was man eigentlich wissen sollte, wie die erste Hilfe mit Spitzwegerich. Aber auch Tipps, die der Umwelt (und dem Geldbeutel) zugutekommen, wie das Waschmittel aus Katanisen.

Das Buch ist keine Sammlung von Rezepten. Die Autorin erzählt recht ausführlich und anschaulich, wie man mit Pflanzen umgehen soll, um deren Nutzen zu gewinnen. Ca. das letzte Drittel des Buches besteht aus einem sehr schön gestalteten Pflanzenlexikon. Zu jeder Art gibt es Zeichnungen und ein Foto, damit auch ein Laie sie gut bestimmen kann. Dazu findet man in den Abschnitten Botanik, Pflanzenkraft und Besonderheiten das nötige Wissen über die jeweilige Pflanze. Ein Rezept, ein Gesundheitstipp oder ein Hinweis auf den Artenschutz ergänzen die Beschreibungen. Wer sich gerne in Richtung Esoterik bewegt, findet sogar noch ein Kapitel über Rituale für die acht Jahreskreisfeste mitallerlei Interessantem über Bräuche und Rituale.

Fazit: Anschaulich und informativ stellt Ursula Stumpf dar, was man aus heimischen Pflanzen mit wenig Aufwand alles machen kann. Ein schönes Buch, nicht nur für Naturfreunde.

Ursula Stumpf: Meine Pflanzenmanufaktur. Kosmos 2016

ISBN 978-3-440-14520-3

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Garten · Kochen

Meine Gartenapotheke

Gesund leben mit Gemüse, Obst und Kräutern aus dem eigenen Garten

9783440150634Obst, Gemüse und Kräuter aus dem eigenen Garten – gibt es was feineres? Gabriele Bickel hat sich einige Gemüse- und Obstsorten und viele verschiedene Kräuter herausgesucht und für uns genauer unter die Lupe genommen.

Das Buch beginnt mit praktischen Tipps für den Kleingärtner und einem Kapitel über die Wirkung von Pflanzen sowie deren Zubereitungsformen.

Sie beschreibt zu jeder Pflanze den Anbau, die Ernte, die verwendeten Pflanzenteile, die Inhaltsstoffe, Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten. Außerdem erzählt sie jeweils etwas über den Ursprung, typische Verwendungen früher und heute oder die Arten einer Pflanze.

Als besonderes Zuckerl dieses Buches sehe ich die Rezepte, die es zu jeder Pflanze gibt. Mal sind es Kochrezepte, wie die „Immunstärkende Zweibelsuppe“, mal sind es Heilmittel, wie der „Hustensaft“ aus Rettich.

Das Buch ist reich bebildert, sodass man jede der Kräuterarten auch selbst in der Wiese erkennen kann. Die Fotos sind aber auch einfach schön anzusehen und machen Lust aufs Garteln.

Fazit: Endlich ein praktisches und sinnvolles Gartenbuch, das übersichtlich zeigt, welche Heilwirkungen Pflanzen haben und wie man sie anbaut. Ich wünsche mir ein ganzes Pflanzenlexikon in dieser Art!

Gabriele Bickel: Meine Gartenapotheke. Kosmos 2016

ISBN 978-3-440-15063-4

Bei Amazon: Meine Gartenapotheke: Gesund leben mit Gemüse, Obst und Kräutern aus dem eigenen Garten; Anbauen, ernten und wohlfühlen
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Garten

Gärtner dich glücklich

Durchstarten im Gemüsegarten

Gärtner-dich-glücklich-21x25-hardDas Cover des Buches verrät, dass es hier wirklich um das Gärtnern geht, denn die Hände auf dem Titelfoto sind von Erde braun befleckt. Dazu gibt es roten Nagellack, was irgendwie jugendlich und modern wirkt, und in der Mitte eine Schote mit köstlich knackigen hellgrünen Erbsen. -> ein Hingucker!

Und so geht es weiter! Ein tolles Layout mit angenehm frischen Farben, vielen großen Fotos und Illustrationen. Die Autorin führt den Gärtner-Anfänger Schritt für Schritt vom Ausstatten mit Werkzeugen über die Planung der Beete, bis hin zur Kenntnis über Pflanzen. Dabei sind alle Beschreibungen und Erläuterungen klar und verständlich formuliert. Zahlreiche praktische Tipps helfen, auch kleinen und größeren Widerständen zu trotzdem.

Zusätzlich gibt es viele DIY-Ideen, die wirklich nützlich und leicht umsetzbar sind. Z.B. zeigt die Autorin mehrere Möglichkeiten für kleine Pflanzennamenschilder oder gibt eine Anleitung für schöne Pflanzensamentütchen.

Das letzte Kapitel bietet noch eine Art Lexikon der Pflanzen, die im Buch vorkommen. die „Pflanzenpässe“. Da steht alles, was man wissen muss, kurz und knapp zusammengefasst. Diese Pässe wären schön als Karten, die man heraustrennen und sich in einem Kasten aufheben kann.

Fazit: Wer ein schönes, jugendliches Buch sucht, das Lust macht auf selber Gärtnern, ist hier richtig. Mit den praktischen DIY-Tipps ist es außerdem wein wunderbares Geschenk.

Karolien Verbanck: Gärtner dich glücklich. EMF-Verlag 2016

ISBN 978-3-86355-507-8

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Garten · Kochen

Gärtnermahl

säen / ernten / kochen

Gärtnermahl_21x25-hard-backlist-1Der erste Eindruck: edel!

Das Coverbild wirkt wie ein Kunstwerk und die Manschette aus Papier, das sich wie Leinwand anfühlt, verleiht dem Buch den besonderen Glanz. (Auf dem Bild hier sieht man sie, unten der helle Streifen, auf dem der Schriftzug aufgedruckt ist.)

Das erste Durchblättern: Schööön, lecker … ich will auch!

Aber: der Geruch des Buches ist unangenehm.

Weil ich gerne (vegetarisch) koche und einen kleinen Gemüsegarten habe, fand ich das Buch sofort ideal für mich. Das Inhaltsverzeichnisverspricht mir dann auch viele interessante Rezepte. Zunächst gibt es aber eine kurze Einführung ins Gärtnerleben mit Gartenplanung, wichtigen und praktischen Werkzeugen und ein paar Infos zu Erden und Gefäßen. Für Anfänger ist das viel zu wenig, für Fortgeschrittene sind hier ein paar nette bzw. interessante Anregungen dabei.

Dann aber: die Pflanzen Hier geht es mehr ins Detail, vom Säen über die „Warmduscher, bis zu Schädlingen und Krankheiten. Schließlich folgen die Rezepte „Frisch aus dem Topf!.

Zu Beginn haben die Autoren einige Kräutersteckbriefe zusammengestellt. All diese Kräuter kann man selbst anbauen und dann für die Rezepte verwenden. Auch bei den Gemüsen und dem Obst gibt es wieder solche Steckbriefe.

Die Rezepte sind sehr übersichtlich gestaltet, jeweils mit großem Foto versehen und ohne Schnörkel klar beschrieben. Mir gefällt die Auswahl sehr gut. Es sind sehr einfache Rezepte dabei, aber auch etwas komplizierter oder exotischere Gerichte. Die Zutaten für die Rezepte schienen alle gut zu bekommen zu sein, sodass man nicht, wie in vielen anderen Kochbüchern, ständig improviersen muss.

Sehr nützlich ist auch das letzte Kapitel „Grundrezepte“. Da gibt es Brühen, Soßen, Butter, Teigwaren und Beilagen.

Fazit: Ein schönes, edles Kochbuch, das sich besonders für Selbergärtner geeignet, die gerne mal was anderes kochen möchten.

Nadja Buchczik, Anton Enns: Gärtnermahl. Edition Michael Fischer 2016

ISBN 978-3-86355-450-7

Bei Amazon: Gärtnermahl: Säen – Ernten – Kochen

Garten

Der perfekte Küchengarten

Aktuelle Methoden, Pläne, Sorten & Anbautipps

Der Frühling kommt und der Garten wartet darauf, bearbeitet zu werden. Wer hat da nicht Lust, die letzten Wintertage mit einem guten Buch zu überbrücken?

„Der perfekte Küchengarten“ hält was es verspricht. Im Buch gibt es alle nötigen Infos, um einen Garten anzulegen: den Boden aufzubereiten und schließlich den Garten zu planen und zu bepflanzen.

Sehr schön sind die vielen Fotos, die Lust machen, sofort in der Erde zu wühlen und auch neue und besondere Sorten von Gemüse anzupflanzen. Nicht jedes Gemüse ist dabei genau beschrieben. Häufig sind es Gemüsegruppen, die zusammengefasst wurden, wie z.B. asiatische Kräuter. Darüber sind sie abgebildet – ordentlich sortiert und ein besonders schöner Anblick.

Praktisch sind die Tabellen über verschiedene Sorten, ihre Erntezeiten, Farben, die essbaren Pflanzenteile und andere Eigenschaften.

Fazit: Das Buch bietet einen guten Überblick über alles, was man wissen muss, wenn man einen Küchengarten anlegen will. Wer noch intensiver über einzelne Pflanzen Bescheid wissen will, muss sich noch andere Fachliteratur zulegen.

Peter Bauwens: Der perfekte Küchengarten. LV-Buch 2016

ISBN 978-3-7843-5419-4
Der perfekte Küchengarten: Aktuelle Methoden, Pläne, Sorten & Anbautipps