Kochen

Eat fresh! Super Salate

60 Rezepte von fruchtig bis herzhaft

Eat-fresh-–-Super-Salate_226x226_128_hard-1-376x394.pngAch wie lecker! Wer Salate mag, bekommt schon bei den Titelfotos Appetit. Die Fotos sind auch im Buch verlockend schön. Zum Glück gibt es zu jedem der 60 Rezepte ein großes Bild, sodass man sich gut vorstellen kann, was da zubereitet werden soll. Zunächst aber gibt es ein paar Grundlagen über Zutaten und gute Öle sowie Essigsorten.

Die Rezepte sind in folgende Kapitel aufgeteilt:

  • Fleisch & Fisch
  • Vegetarisch & vegan

Die Rezepte sind sehr kreativ, bunt und gut durchdacht. Die Zutaten sind meist in jedem Supermarkt erhältlich oder wachsen im eigenen Garten. Dass das Modewort „Superfood“ immer wieder mal auftaucht, wenn z.B. Quinoa verwendet wird, scheint den Verkauf der Bücher fördern zu sollen. Ich finde, dass frische Salate immer super sind.

Fazit: Ein besonders schönes Saltarezeptebuch mit bunten Zusammenstellungen und köstlichen, frischen Soßen.

Rose Marie Donhauser: Eat fresh! Super Salate. EMF 2018

ISBN 978-3-8635-5977-9

 

Kochen · Selber machen

Gourmet-Pizza

pizza.jpgEin Weltmeister verrät seine Geheimtipps

Ein Backweltmeister, der Pizza liebt, das klingt nach besonders köstlichen Rezepten. Und tatsächlich gibt es besondere Rezepte: Grundrezepte für Pizzateig ohne und mit Sauerteig. Dazu die Anleitung zum Herstellen eines geeigneten Sauerteigs. Auf den Teig gehört eine gute Soße. Im Buch gibt es zwei Rezeptvarianten für Tomatensoßen, ein Pesto sowie zwei weitere Soßen. Im Anschluss folgen viele Pizzarezepte von einer recht einfachen Mozzarella-Pizza bis zur Avocado-Pizza. Interessant sind auch die Dessert-Pizzen, also süße Pizzas. Hier gibt es eine ausführliche Anleitung zum Herstellen eines Blätterteiges samt Rezept. (Heißt es im Plural eigentlich Pizzen oder Pizzas?)

Die Anleitungen sind alle mit jeweils einem Bild versehen und sehr gut verständlich beschrieben. Auch wenn das relativ kleinformatige Buch von außen gar nicht besonders hervorsticht, gib es eine große Vielfalt an Rezepten, die fast alle ein bisschen anders zusammengestellt sind als die Pizzen in den meisten Büchern.

Fazit: Wer Pizza mag findet hier gut erklärte Rezepte und Inspiration für eigene Pizzakreationen.

Håkan Johansson: Gourmet-Pizza. LV 2017

ISBN 978-3-7843-5479-8

Kochen · Selber machen

Grandios gewürzt ohne Salz

spiceSpice Wise –  Salzfreie Küche mit selbstgemachten Gewürz- und Kräutermischungen

Ein fast schwarzes Cover mit weißer Schrift und der Abbildung einer Schale oder Pfanne mit Gewürzen und einem schönen, besonderen Löffel – das ist der erste8-optische) Eindruck dieses Buches. Mal wieder ein Kochbuch mit stylischen Bildern aber sonst nichts besonderes?

Ganz und gar nicht. Die Bilder sind tatsächlich sehr schön, nie protzig künstlerisch, sondern reduziert auf das Wesentliche – das Gewürz. Dabei wurde auf die Belichtung viel Wert gelegt, sodass manch eine Gewürzmischung in schönem Gefäß dann doch wie ein Kunstwerk erscheint. Allerdings meint man das Gewürz riechen zu können und will es gleich schmecken.

Zum Inhalt

Die ersten Kapitel beschäftigen sich mit grundsätzlichen Informationen zu Gewürzen, ihrere Verarbeitung und Verwendung. Mir gefällt hier besonders der Hinweis: „Experimentieren Sie nach Herzenslust!“ Der Autor gibt demnach nur Beispiele zur Verwendung von Gewürzen, die für den eigenen Geschmack variiert und optimiert werden können.

Der Hauptteil des Buches besteht aus zwei Schwerpunkten:

  • Kräuter- udn Gewürzmischungen
  • Rezepte

Auf sechs Seiten werden die wichtigsten Gewürze und Kräuter vorgestellt, vom Basilikum bis zum Zimt. Die Kräuter- und Gewürzmischungen sind wie auch die Rezepte verteilt auf Vor- Haupt- und Nachspeisen. Praktisch finde ich die Auflistung der Zutaten mit „Teilen“ satt Gewichtsangaben. So kann man sich schnell einen Überblick über die Verhältnismäßigkeiten der Gewürze zueinander verschaffen und sowohl kleine als auch große Mengen einfach herstellen. Rezepte gibt es für Mischungen, die zu Gerichten aus unterschiedlichen Ländern und Regionen passen, z.B. ein Gartenkräutermix mit 13 Zutaten, die recht mediterran wirken oder Garam Masala, eine indische „heiße Gewürzmischung“ mit viel Koreander. Sehr schön sind zwischendurch die Gewürzrezepte mit Fotos versehen, Tikka Masala beispielsweise. Hier ist jedes Gewürz in einem Schälchen abgebildet, was sehr verlockend aussieht.

Zu einigen Rezepten gibt es Erläuterungen über die Herkunft und Tipps zur Verwendung. Im Teil für die Gerichte findet man zu jedem Rezept ein Foto, sodass man sofort Lust zum Nachkochen bekommt. Leider sind nur wenige Gerichte vegetarisch, viele lassen sich jedoch gut abwandeln. Das einzige, was mir bei diesem Buch fehlt, ist ein Rezeptregister. Es wäre praktisch, um schneller nachschlagen zu können, wenn man eine Gewürzmischung oder ein Rezept sucht.

Fazit: Wer salzarm und stattdessen würzig kochen will, findet hier wunderbare Anregungen, hervorragend fotografiert und sehr gut beschrieben.

Michel Hanssen: Spice Wise. Grandios gewürzt ohne Salz. LV 2017

ISBN 978-3-7843-5514-6

Kochen

Snack it!

Snackit_17x21-48_hard.pngGemüsechips, Knabbernüsse & Co. selbst gemacht

Das Cover des kleinformatigen Buches zeigt bunte Gemüsechips auf dunklem Grund – verlockend, köstlich, knusprig. Auch innen ist der Hintergrund durchgehend schwarz, bzw. dunkel und die Schrift weiß. Das lässt die Farben der Speisen noch leuchtender, kräftiger erscheinen und gibt dem Layout einen besonders edlen Touch.

In einer Einleitung auf vier Seiten erläutert die Autorin, warum es sinnvoll ist, Chips selbst zu machen – dies ist viel gesünder und schmeckt wesentlich besser. Allerdings ist es wichtig, auf gesundes Fett und geeignete Gewürze zu achten. Die Rezepte enthalten jeweils ein großes Foto des Gerichts, die Zutatenliste und das Rezept. Ab und zu gibt es Tipps, wie z.B., dass es sinnvoll ist, Bio-Kartoffeln zu verwenden und man dann die Schale dran lassen kann. Was mir allerdings fehlt, ist eine ausführlichere Anleitung zur Zubereitung der Rezepte. Es ist nämlich gar nicht so einfach, wirklich gute Chips ohne Fritteuse zu backen. Alles (bis auf das Popcorn) wird im Backofen zubereitet. Beim Ausprobieren habe ich leider keine wirklich knusprigen oder aber verbannte Chips bekommen. es braucht also etwas Übung, um solch schöne Ergebnisse wie die im Buch gezeigten zu erhalten.

Fazit: 20 Rezepte zum Ausprobieren und Variieren für Leute, die gerne in der Küche herumexperimentieren und gesunde nahrhafte Snacks zubereiten möchten.

Tanja Dusy: Snack it! EMF 2017

ISBN 978-3-86355-780-5

Kochen · Selber machen

Brotbacken in Perfektion

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Das Plötz-Prinzip

Vollendete Ergebnisse statt Experimente

Nun durfte ich auch noch ein drittes Buch von Lutz Geißler lesen und freue mich sehr darüber. Denn es ist tatsächlich wieder anders als die beiden, die ich bereits hier  besprochen habe. Insbesondere sind in diesem Buch ausschließlich Brote aus Weizen- und Dinkelmehl vorgestellt.

In diesem Buch gibt es zunächst ein Inhaltsverzeichnis mit Abbildungen. Das ist wirklich großartig, denn so sieht man sofort, worauf man Lust haben könnte.  In der sehr ausführlichen und informativen Einleitung erfährt man wichtiges über Geräte, Zutaten, Handgriffe und dann auch über Mehle. Schließlich stellt Lutz Geißler sein Prinzip vor: Die Schritte vom Mischen und Kneten übers Gehen bis zum Backen, einfach und verständlich erklärt. Besonders ist hier die Variationsmöglichkeit zwischen Gehzeit im Warmen oder im Kühlschrank. Je nachdem, wo und wie der Teig seine Ruhezeit verbringt, braucht er länger und entwickelt sich anders.

Die Rezepte sind alles sehr gut erklärt und haben immer verschiedene Varianten dabei. So ist für jeden möglich, ein Brot zu backen. Die Fotos sind auch in diesem Buch wirklich großartig, sodass man sofort in so ein leckeres Brot beißen möchte.

Meine Versuche waren allerdings nicht so prickelnd. So ganz bekomme ich das mit den Ruhezeiten nicht hin, denn entweder ist es im Raum mal kalt und mal warm oder ich knete wohl zu wenig (mangels Küchenmaschine geht mir irgendwann die Kraft aus).

Fazit: Wer Brotbacken lernen oder seine Kenntnisse erweitern und vertiefen will, liegt bei diesem Buch genau richtig. Es gibt hier Rezepte mit Weizen- und Dinkelmehl in verschiedensten Variationen.

Lutz Geißler: Brotbacken in Perfektion. Becker Joest Volk Verlag 2016

ISBN 978-3-95453-104-2

http://www.ploetzblog.de

Kochen

Brotbackbuch

 

Nr 1 Grundlagen & Rezepte für ursprüngliches Brot

Nr 2 Alltagsrezepte & Tipps für naturbelassenes Brot

Brotbacken kann jeder, zumindest mit Backmischungen und Brotbackautomat. Bloß schmeckt es auch so. Wer ein Brot aus guten Zutaten backen will, das nicht nur lecker aussieht, sondern auch köstlich schmeckt, muss das Bäckerhandwerk studieren. Nicht umsonst dauert die Lehr- und Meisterzeit Jahre und wir merken, wenn uns Brot verkauft wird, dass schnell, schnell und ohne Hingabe gebacken wurde.

Seit einiger Zeit versuche ich, bei den Bedingungen die mir meine Wohnung und mein Ofen bieten, ein gutes Brot zu backen. Dafür habe ich viele Informationen und Tipps im Plötzblog von Lutz Geißler gelesen und einige Rezepte ausprobiert. Jetzt habe ich seine beiden Bücher vorliegen und bin begeistert.

Ausnahmsweise bespreche ich zwei Bücher in einem, denn sie sind beide ähnlich aufgebaut. Band 1: Zu jedem Rezept gibt es ein großformatiges Foto und eine Übersicht , um was es sich genau handelt, wie die Zubereitung funktioniert und in  Listen mit den Zeiten, Infos, Vorteig und Hauptteig. Anschließend folgt die gut verständliche, ausführliche Anleitung. Band 2 zeigt Fotos der einzelnen Teigstadien und bietet Informationen zu drei verschiedenen Formen des jeweiligen Rezeptes: Sauerteigrezept, „No Knead“ Rezept und Übernacht-Rezept.

Sowohl im Blog als auch in den Büchern spürt man die Leidenschaft des Autors für das Brotbacken. Man möchte sich am liebsten genauso intensiv mit dem Backen beschäftigen, um die herrlichen Brote herzustellen. Allerdings muss man sich dafür viel Zeit nehmen, denn die meisten Rezepte erfordern viel Vorbereitung (Sauerteigführung, Teigführung…) und Geduld bei der Ausführung. Auch muss man es schaffen, die jeweiligen Temperaturen zu halten. Lutz Geißler gibt zahlreiche Tipps zu allen Eventualitäten und auch hier merkt man, dass er in seinem Blog einen regen Austausch mit den Lesern betreibt und selbst viele Jahre Erfahrung beim Backen gesammelt hat. Wie kann man beispielsweise den Dampf zum richtigen Zeitpunkt und effektiv in den Ofen bringen? Mit dem Schraubentrick! Schrauben in einer Metallschale heizen sich auf und können den eingesprühten Dampf sinnvoller abgeben, ohne dass zugleich der Ofenboden Schaden nimmt.

Der Autor verwendet viele Fachwörter, was beim Lesen anfangs etwas schwierig ist. Doch es gibt zu allen Begriffen eine Erklärung, sodass man sich bald ziemlich professionell fühlt, je mehr man liest und ausprobiert.

Zu den Rezepten gibt es nicht viel zu sagen, denn es sind sehr viele und sehr individuelle Rezepte. In Band 1 werden ursprüngliche Brotrezepte vorgestellt, womit gemeint ist, dass hier wenig Schnick-Schnack in die Teige gemischt wird und stattdessen Grundrezepte und altbekannte Brote zusammengestellt wurden. Es gibt drei Teile im Buch: Rezepte für den Anfang, Rezepte mit etwas Übung und Rezepte für Fortgeschrittene. Außerdem viele Infos und Tipps rund ums Brotbacken.

Auch in Band 2 sucht man vergeblich nach Broten mit außergewöhnlichen Zutaten, denn hier wird grundsätzlich mit Weizen, Dinkel und Roggen gebacken. Auch die Tipps und Grundlagenwissen sind hier aufgeführt.

Fazit: Zwei Backbücher, die einen riesigen Schatz an Informationen, Tipps und vor allem sehr detailliert beschriebenen Rezepten beinhalten. Anfänger lernen hier die Grundlagen, Fortgeschrittene steigen ein und üben, meisterhafte Brote zu backen.

Lutz Geißler: Brotbackbuch Nr 1. Ulmer 2017 (Neuauflage)

ISBN 978-3-8001-089-5

Lutz Geißler und Björn Hollensteiner: Brotbackbuch Nr 2. Ulmer 2015

ISBN 978-3-8001-8374-6

Kochen

Simplissime – Das einfachste Kochbuch der Welt

Richtig gut kochen mit maximal 6 Zutaten

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Heute hat mich ein großes Paket erreicht. Darin lag ein richtig dickes Kochbuch. Die Dicke kommt allerdings nicht nur durch die große Anzahl an Rezepten zustande, es ist vor allem ein besonders dickes Papier, das so aufträgt. Das ist ungewöhnlich für ein Kochbuch, aber angenehm.

Nach einer zweiseitigen Einführung mit Tipps zu Arbeitsgeräten und Techniken geht es schon direkt los mit dem ersten Rezept: Parmesan-Oregano-Chips. Wir bei allen anderen Rezepten gibt es jeweils eine Abbildung des fertigen Gerichts und dazu für jede Zutat ein Foto.Unter den Fotos stehen die Namen und Mengen der Zutaten und die kurze Anleitung des Rezeptes. Dazu gibt es noch eine Mengenangabe in Form von Strichmännchen sowie die obligatorischen Zeitangaben (Zubereitung, Backzeit und Kühlzeit, falls notwendig). Das Rezept ist extrem einfach nachzumachen. Und das ist bei allen Rezepten so.

Die Auswahl der Gerichte finde ich teilweise etwas merkwürdig. Ich vermute, hier sollen einfache, aber besondere Gerichte entstehen, mit denen man sofort und überall glänzen kann. Da gibt es den Ofenkürbis mit Blauschimmelkäse, Selleriecreme mit Lachskaviar (woher nimmt man den?) oder die Wildpastete mit Heidelbeeren. Aber das ist wohl alles Geschmackssache. Viele Rezepte klingen richtig lecker und so ist vermutlich für jeden genug dabei. Bedenken muss man aber, dass jedes Rezept nie mehr als sechs Zutaten hat, wobei Salz und Pfeffer nicht mitgezählt wurden. Dadurch kann eine Bolognese-Soße zwar gelingen, aber ob sie wirklich schmeckt? Als Gewürze kommen zu den Kirschtomaten und dem Hackfleisch lediglich Zwiebeln, Salz, Pfeffer und Basilikum. Warum nicht mal ein einfaches Gericht kochen und essen?

Was ich nicht mag, sind die Zutaten, die man nicht im Supermarkt bekommt (Rogen, Lachskaviar und Herzmuscheln) und das häufige Verwenden von Fertigprodukten. Den fertigen Pizzateig könnte man sich sparen, indem man einmal das Grundrezept aufschreibt und dann statt den Fertigteig den (vorher gemachten und eingefrorenen) selbstgemachten Teig auflistet. Ähnlich ist es mit dem Blätterteig, wobei der für Anfänger natürlich etwas schwieriger nachzubacken ist.

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Die Schriftgröße im Buch ist enorm, sodass man das Kochbuch auch mehrere Meter weit weg stellen kann und trotzdem noch gut lesbar ist, wie man kochen muss. Vielleicht ist das Buch auch etwas für ältere Menschen, die kochen lernen möchten, aber nicht mehr gut sehen.

Fazit: Ein sehr dickes Kochbuch voller einfacher Rezepte, die vor allem Kochanfängern Spaß machen werden. Erfolgserlebnis garantiert! Für etwas erfahrenere Köche ist das Buch dann aber nicht mehr geeignet.

j.-F. Mallet: Das einfachste Kochbuch der Welt. EMF 2016

Video zum Buch

ISBN 978-3-86355-580-1

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