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Kurzer Prozess

4260220581604.jpgKrimi-Kartenspiel für clevere Ganoven

Inhalt des Spiels:

  • 50 Verbrecherkarten
  • 5 Zeugenkarten
  • 5 „Scharzer Peter“-Karten
  • 15 Knastperioden
  • 1 Spielanleitung

für 3-6 Spieler ab 10 Jahren. Spieldauer ca. 30 Minuten

Die Spielidee ist recht einfach: Die Spieler legen Karten vor die anderen Spieler und versuchen, ihnen möglichst viele Punkte zu geben. Punkte stehen auf den Karten, die zudem verschiedene Farben haben. Zu jeder der 5 Farben gibt es die Zahlenwerte 1-3. Legt ein Spieler einem anderen eine rote Karte hin, dürfen ab sofort dort nur noch rote Karten abgelegt werden. Sobald bei einem Spieler 5 Punkte liegen, ist er „überführt“ und muss alle auf dem Tisch liegenden Karten einsammeln. Diese legt er verdeckt bei sich ab.

Das wars dann eigentlich schon. Ein paar Kleinigkeiten, wie die Zeugenkarten, die nur 1 Punkt zählen, oder die „Schwarzer-Peter-Karte“, die dazu führt, die Karten zu tauschen, gibt es noch. Doch die Regeln sind sehr einfach und das Spiel ist daher schnell erklärt. Es macht Spaß, vor allem mit Kindern. Aber es fordert nicht gerade heraus. Man sammelt Karten, muss ein bisschen strategisch vorgehen und aufpassen, weniger als bei Rommé oder bei 11er raus. Mit Detektivspielen hat es leider nichts zu tun.

Fazit: Ich hatte tatsächlich eine Art Detektiv-Kartenspiel erwartet und war etwas enttäuscht, dass Krimis bei diesem Spiel nur als Begriffsfindung dienten. Doch das Spiel ist unterhaltsam und so einfach, dass es keine lange Vorbereitung braucht. Vor allem mit mehr als drei Leuten eignet es sich für eine lustige, unkomplizierte Spielstunde.

Reiner Knizia: Kurzer Prozess. Gmeiner Verlag 2017

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Zehn kleine Krabbelfinger

9783466310456_Cover Spiel und Spaß mit unseren Kleinsten

Kleine Kinder lieben Fingerspiele, Krabbelverse und „Hoppe-Reiter-Spiele“. Je häufiger das Spiel wiederholt wird, desto besser. Sie genießen die Nähe und die Aufmerksamkeit, die ihnen zuteil wird und gehen ganz im Moment auf.  Die beiden Autorinnen haben in diesem „Standardwerk“, wie es genannt wird, viele Fingerspiele, aber unter anderem auch Trage- und Schaukelspiele, Drehspiele, Luftballonspiele, Schlaf- und Wiegenlieder zusammengetragen.

Im Vorwort erläutern sie die wichtigsten Informationen zum Spielen sowie zur Entwicklung des Kindes im ersten Lebensjahr. Da diese Informationen auf wenige Seiten zusammengefasst sind, handelt es sich hier um eine sehr komprimierte Übersicht der kindlichen Entwicklung mit den wichtigsten Eckpunkten.

Alle Lieder sind mit Noten und Text abgebildet. Gitarrenakkorde gibt es leider nicht, es ist aber auch eher unüblich, beim Finger- oder Krabbelspiel gleichzeitig Gitarre zu spielen. Zu allen Spielen sind sehr übersichtlich ausführliche Anleitungen zu Bewegungen und Handlungen vorhanden. Außerdem gibt es viele farbige Fotos sowie Zeichnungen für bestimmte Bewegungen und Handlungen. Tipps und Hinweise ergänzen die Anleitungen und helfen, bestimmte Situationen sicherer zu machen oder Spiele einfacher umzusetzen.

Viele der Fingerspiele und Lieder sind bekannt, doch das Autorenteam hat sich auch vieles selbst ausgedacht und zu altbekannten Melodien getextet. So gibt es eine gelungene Mischung aus Altem und Neuem.

Fazit: Eine schöne Sammlung alter und neuer Verse, Lieder und Spiele für Eltern und pädagogisches Personal, die den Kleinsten im ersten Lebensjahr Nähe, Sprache und Rhythmus vermitteln wollen.

Marianne Austermann, Gesa Wohlleben: Zehn kleine Krabbelfinger. Kösel 2017.

ISBN 978-3-466-31045-6

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Show don´t tell

showtell.jpg„Martha ist wütend.“

Aha. So ist das? Na und? Irgendwie nichtssagend dieser Satz. Oder können Sie sich jetzt die Martha vorstellen?

„So ein Mist!“ Martha schmettert ihre Handtasche auf den Tisch und wirft dabei fast die Weinflasche herunter.

„Hey, komm mal runter, ist doch halb so schlimm“, versucht Sven sie zu beruhigen …

Ah, jetzt gibt es plötzlich einen Raum in dem Martha sich befindet, eine Handtasche, Bewegung und eine zweite Person …

Simone Harland nutzt viele anschauliche Beispiele in ihrem Buch, um verständlich zu machen, wie man etwas so schreiben kann, dass es für die Leser lebendig und interessant wird. Dass man nicht immer dogmatisch dem Schema „Show don´t tell“ folgen soll, erwähnt sie übrigens auch, denn es gibt sicher Ausnahmen, die es notwendig machen, etwas einfach nur kurz und prägnant zu erzählen.

Das relativ kurze eBook (47 Seiten) ist sinnvoll aufgebaut, sodass man zunächst verstehen lernt, was „Show don´t tell“ überhaupt bedeutet, um schließlich zu lernen, wie es funktioniert. Dass das „Kopfkino“ des Lesers in erster Linie durch genaues Beschreiben und Einbeziehen der Sinne angeknipst wird, weiß man vielleicht schon als ambitionierter Schreiberling. Aber die Beispiele und Erklärungen von Simone Harland helfen, es auch umzusetzen. Schnell versteht man, was der Unterschied zwischen einer lebendigen Beschreibung einer Szene und einer langweiligen Auflistung von Tätigkeiten und Räumlichkeiten ist. Es macht richtig Spaß, neue Texte zu schreiben und alte zu überarbeiten, wenn man sich das kleine eBook durchgelesen hat.

Fazit: Eine Bereicherung für alle angehenden Schriftsteller/innen und solche, die ihr Schreibhandwerk vertiefen wollen.

Simone Harland: Show, don’t tell. Schreiben fürs Kopfkino. Kindle-Edition

Bei Amazon

http://www.simone-harland.de

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So geht Kunst

9783791383361_CoverGrayson Perry kennt sich aus in der Kunstwelt. Auch wenn er sich lapidar Töpfer nennt, entwirft er edle Vasen mit besonderen Motiven. Als Gewinner des Turner Prize ist er in der Gesellschaft der Kunstsammler und Künstler bekannt. Er engagiert sich für die Genderpolitik indem er in Frauenkleidern herumläuft und sich als Transvestit darstellt. Ein Mann mit vielen Facetten also.

In seinem Buch „So geht Kunst“ stellt er uns diesen in sich vernetzten Kunstbetrieb vor, den wir uns von außen gar nicht vorstellen können. Diese mysteriösen Sammler, exzentrische Künstler und dann erst die moderne Kunst. Wer soll das verstehen? Selbst Künstler sein? Unmöglich. Der Autor sagt: „Ich glaube fest daran, dass alle Menschen Kunst genießen oder Künstler werden können – Proleten, Assis, Bürger, alle, die eine Vision haben und sie teilen wollen. Es gibt keine soziale Qualifikation, keinen Bereich der Gesellschaft, zu dem man gehören muss. Mit etwas Übung, Ermutigung und Selbstvertrauen kann jeder sein – können Sie Ihr – Leben der Kunst widmen.“ (S. 9,10).

Trauen wir uns also nah heran an die Kunst und gehen in Galerien, Museen und Ausstellungen. Dann stehen wir vor den Bildern und Installationen und fühlen – nichts. Außer vielleicht Verwunderung. „Das soll Kunst sein?“ Perry erklärt, dass es ziemlich viel Übung braucht, um zu erfassen und schließlich zu verstehen, was Kunst ist. Man muss es sich erarbeiten und schätzen lernen, was die Künstler auszudrücken versuchen.

Im Laufe des Buches erzählt der Künstler viel aus seinem eigenen Künstlerleben und nimmt uns so mit hinein in diese merkwürdige Welt. Er bringt viele Beispiele, die uns etwas näher bringen, was Kunstwerke ausmacht. Aber er zeigt auch mit viel Humor, dass es natürlich um Geld und Macht geht im Kunstbetrieb.

Fazit: Eine Erklärung, was Kunst ist und wie es funktioniert, Künstler zu sein, gibt der Autor zwar nicht, aber er erlaubt uns einen humorvollen und nachdenklichen Blick in die Kunstwelt.

Grayson Perr: So geht Kunst. Prestel 2017

ISBN 978-3-7913-8336-1

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monbijou Notizbuch floral

Dieses Notizbuch mit den Maßen 17,5 x 23 x1,3 cm im Pappumschlag ist auf den ersten Blick poppig schön. Das bunte Muster ist leicht plastisch aufgedruckt, sodass man es mit den Fingerspitzen fühlen kann und die Details noch peppiger wirken.

Klappt man den Deckel auf, ist er innen mit schwarzen, ungleichmäßigen Pünktchen übersäht. Im hinteren Innendeckel befindet sich eine Lasche, die man als Tasche für Zettel nutzen kann.

Das relativ dünne Papier (ca. 90 g) ist liniert und mit Perforation versehen, sodass man es leicht abreißen kann. Es ist an einer Spirale befestigt und lässt sich so sehr leicht umblättern.

Das Notizbuch ist kein stabiles Zeichen- oder Tagebuch (nicht geeignet für Bulletjournals), sondern wirklich ein Notizbuch, aus dem man auch Seiten herausreißen kann.

Fazit: Ein praktisches Notizbuch für Leute, die ihre Ideen gerne in schöne Bücher schreiben und auch mal ein Blatt herausreißen möchten.

monbijou Notizbuch floral

Art. Nr. 176517 im Lingen Verlag

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Mittagsruhe-Leserunde

Anfang März erscheint mein neues Buch im Ökotopia-Verlag: Impulse für die Mittagsruhe.

Bei Lovelybooks gibt es eine Leserunde dazu. Wer eines der 10 Bücher gewinnen und besprechen möchte, klickt hier:

https://www.lovelybooks.de/autor/Yvonne-Wagner/Impulse-f%C3%BCr-die-Mittagsruhe-Anregungen-und-Ideen-f%C3%BCr-die-Einschlaf-und-Aufwachphase-1434093106-w/leserunde/1434137104/

Ich bin gespannt auf eure Meinungen!

Yvonne

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Blätter

Besticktes Notizbuch

176500_besticktes_notizbuch_blaetter_grHält man dieses Notizbuch in der Hand, fühlt man die mühevolle Arbeit einer vermutlich indischen Näherin (hinten im Buch steht „Made in India“). Der Umschlag besteht aus dünnem Fotokarton (innen) und einem Seidenpapier (außen). Das mit blau-grünen stilisierten Blumen bedruckte Papier hat zusätzlich aufgebrachte Ziernähte. Der Umschlag ist angenehm weich und biegsam. Für das Schreiben unterwegs eignet sich das Notizbuch daher eher wenig, außer man schreibt an einem Tisch. Es ist aber auch zu schade dafür, denn der schöne Umschlag hält vermutlich nicht so lange, wenn er viel in Taschen herumgetragen wird.

Die 120 Seiten sind alle liniert und aus recyceltem Baumwollpapier hergestellt. Sie sind nicht sehr dick (ich schätze 80g/m2) und eignen sich für das Schreiben mit Bleistift, Füller oder Kugelschreiber.

Ich freue mich darauf, das Buch mit Ideen für neue Nähprojekte zu füllen oder es wartet noch ein bisschen und ich schreibe eine Geschichte hinein. Mal sehen…

Fazit: Ein schönes Notizbuch mit aufwendig gearbeitetem Einband. Für Meschen, die gerne etwas Schönes fühlen und sehen wollen, wenn sie sich neue Texte ausdenken.

Blätter. monbijou im Lingen Verlag 2016