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Es geht auch ohne Plastik

Di9783442222803_Covere 30-Tage-Challenge für die ganze Familie

Nachhaltigkeit ist das Stichwort dieser Zeit. Doch wie kann man selbst nachhaltig leben, ohne sich zu sehr einzuschränken? Eine Möglichkeit ist, auf Plastik zu verzichten oder es zumindest weitesgehend einzuschränken. Das ist jedoch gar nicht so einfach, denn Kunststoffe sind überall.

Sylvia Schaab hat es ausprobiert und berichtet in ihrem Buch detailliert über ihre Erfahrungen bei der Umstellung auf ein plastikfreies Leben. Mit dabei war und ist ihre gesamte fünfköpfige Famlie. Den Zugang zu einem Umdenken in Sachen Plastik erleichtert die Autorin durch ihre Hintergrundinformationen und sehr praktische Herangehensweise an das Thema.

Hilfreich sind die vielen Tipps und konkreten Bezugsquellen rundum alternative Produkte. Es gibt jeweils Anregungen für Eilige, für Motivierte und für Selbstmacher, sodass jeder eine Möglichkeit findet, den Plastikverbrauch zu reduzieren.

Der Aufbau des Buches ist sozusagen chronologisch, vom Anfanag mit „Tipps zum Start in ein plastikfrei(er)es Leben“, zu Informationen über Plastik und den plastikfreien Einkauf. Schließlich gibt es Infos und Tipps sowie einige Rezepte zu allen Bereichen des täglichen Lebens. Sogar das Reisen udn Spielen sind dabei. Die Mischung aus Berichten in angenehm lockeren Erzählstil und sehr gut recherchierten Fakten machen dieses Buch zu einem informativen und hilfreichen Ratgeber.

Fazit: Plastikfrei zu leben ist gar nicht so schwer. Und wer erst einmal ein bisschen recherchiert, möchte gar kein Plastik mehr kaufen und nutzen. Wie das geht, zeigt dieses großartige Buch.

Sylivia Schaab: Es geht auch ohne Plastik. Goldmann 2019

ISBN 978-3-442-22280-3

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Survival Lexikon

survivalÜberlebenstechniken von A bis Z

Was kann ich essen, wenn ich in der Wildnis bin? Welche PFlanzenteile verwende ich und welche eignen sich als Arznei? WIe baue ich einen Unterschlupf?

Das kleine, dicke Lexikon enthält so viele Antworten – von A bis Z, dass die Wildnis groß sein muss, um all das Wissen nutzen zu können. Doch auch Menschen, die nur mal naturnaher Urlaub machen oder im Alltag ursprünglicher leben wollen, finden darin viele Anregungen.

Wer wusste, dass die Samen des überall lästig wuchendernden Sprinkrauts sehr kohlehydratreich sind und daher eine perfekte Notnahrung? Allerdings muss man sie erhitzen, um Giftstoffe abzutöten. Kein Probelm, denn Joe Vogel erklärt verständlich, wie man Feuer machen kann, und zwar auf verschiedene Arten.

Das handliche Taschenbuch mit biegsamem Softcover passt gut in die Tasche und kann so unterwegs direkt eingesetzt werden. Sehr praktisch sind die Bildtafeln mit Anleitungen zu Knoten machen, Bestimmungsmerkmalen von Pflanzen uvm.

Fazit: Ein sehr informatives Lexion für Menschen, die ihre Freizeit gerne inmitten wilder Natur verbringen möchten. Aber auch Menschen, die gerne wieder mehr über (Überlebens-) Techniken wissen möchten, die ganz ohne Strom und Internet auskommen. Überleben in Notsituationen ist mithilfe dieses Buches vermutlich garantiert!

Joe Vogel: Survival Lexikon. pietsch-verlag 2019

ISBN 978-3-613-50875-0

Selber machen · Und mehr...

Schluss. Mit. Plastik.

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Was du konkret tun kannst, um den Wahnsinn zu stoppen.

30 Zwei-Minuten-Lösungen

Klimawandel, Umweltverschmutzung, Artensterben, Müll…Müll…Müll…

Es ist unglaublich, wie durch unsere Schüler, die freitags streiken, endlich in jedem Haushalt ankommt, dass wir selbst etwas tun müssen, um unsere Erde zu schützen und vielleicht zu retten. Auch dieses blaue Taschenbuch (blau wie Hoffnung?) trägt dazu bei.

Zunächst ist der erste Eindruck positiv, denn das Buch fühlt sich an, als wäre es aus Recyclingpapier hergestellt. Wobei das vermutlich täuscht, denn das „Papier aus verantwortungsvollen Quellen“ ist weiß gebleicht und nur recht grob strukturiert (als wäre es nicht holzfrei). Aber hier zählt ja vor allem der Inhalt.

Und der ist genauso, wie auf dem Titel versprochen. Wer bisher dachte: „Was bringt es schon, wenn ich kleiner einzelner Mensch meine Chipstüte nicht in den offenen Müllkorb im Park werfe?“ wird schnell eines Besseren belehrt. Der Autor erklärt, dass genaus dieses eine Teil, wird es richtig entsorgt oder besser erst gar nicht gekauft, dann nicht dazu führt, dass ein Tier daran erstickt oder es in tausende Microplastikteilchen zerfällt und im Wasser und Boden landet (und dann übrigens irgendwann in unseren Mägen). Die Beispiele im Buch sind sehr verständlich und wirksam.

Martin Dorey engagiert sich mit einer Aktion, die sich #2minutebeachclean nennt. Die Idee dahinter ist, wenn jeder Mensch zwei Minuten investiert, um Müll einzusammeln (im Buch geht es um Strände), würden unmengen Müll nicht im Meer landen. Die Idee ist so anregend, dass man direkt motiviert ist, überall Müll einzusammeln. Weil es mehr als nur Müllsammeln gibt, um Plastik und Müll zu vermeiden, gibt es auch viele weitere Ideen dazu. Mit dem #2minutesolution tritt man ein in die Comunity und erfährt mehr darüber.

Viele Anregungen im Buch lassen sich direkt umsetzen. Andere erscheinen bei näherer Betrachtung vielleicht nicht ganz fertig gedacht, sind aber trotzdem einen Schritt weiter. Wie z.B. lieber Papiertüten zu nutzen, statt Plastiktüten. Hier weiß man heute, dass der ökologische Fußabdruck der Papiertüten sehr groß ist, u.a. weil man sie meist nur selten benutzen kann. Es gibt aber auch den Tipp, Stoffbeutel zu verwenden und dazu gleich noch ein Tipp zu einer Aktion: Die Morsebag-Community näht Stofftaschen aus Resten und verschenkt sie. Eine super Idee, wie ich finde (ich überlege schon länger, mich mal vor einen Supermarkt zu stellen und dort Taschen zu verschenken, die ich aus alten Klamotten nähe, habe mich aber noch nicht getraut). Hier der Link: www. morsbags.com/

Fazit: Ein supertolles und sehr praktisches Buch. Es ist schnell durchgelesen und bietet viele lebensnahe und direkt umsetzbare Anregungen, um Plastik zu vermeiden. Ideal auch für Familien mit Kindern, für Lehrer*innen und Erzieher*innen.

Mein Hörtipp dazu: A&P mit Plastik (sie hatten schon vor ca. 35 Jahren eine Ahnung davon…)  https://youtu.be/xSu9n0zD0mg

Martin Dorey: Schluss. Mit. Plastik. Heyne 2019

ISBN 978-3-453-60509-1

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Ich bin Erzieher*in

Superkräfte versus berufliche Realität

erzieherinAls ich mich entschied, eine Ausbildung zur Erzieherin zu machen, hatte ich lange überlegt, was ich beruflich gerne machen will. Mir war es wichtig, mit Menschen zu arbeiten, am liebsten mit Kindern oder Jugendlichen. Ich wollte etwas weitergeben, meine vielseitigen Interessen und Begabungen nutzen, um sie zu teilen. Ich wollte nicht in ein System eingeschlossen werden, das mir vorgibt, wie ich zu handeln habe. Ich wollte auch nicht ständigen Rangeleien zwischen Kolleginnen (damals ausschließlich weiblich), Träger, Gemeinde usw. ausgesetzt werden. Doch letztendlich begann der Stress schon in der fünfjährigen Ausbildung. Denn meine Vorstellung von Pädagogik und Erziehung passte oft nicht zu den dogmatischen Ideen der Ausbilder und Fachkräfte in den Einrichtungen. Die Realiät war eine ganz andere als meine Vorstellung.

Die Autorin Ursula Günster-Schöning beginnt ihr Buch mit dem Kapitel „Erzieherin wird man aus Leidenschaft“. Im weiteren geht sie auf den Beruf und seine Herausforderungen ein. Sie erklärt, wie wichtig eine positive Haltung gegenüber Kindern bzw. Menschen an sich ist. Das Verständnis von Erziehung hat sich in letzter Zeit immer mehr verändert und so sind auch die Aufgaben von Erzieherinnen weiter gesteckt. Wo früher Erziehung noch vor allem die Vermittlung von Werten und Normen beinhaltete, gilt es heute, Kindern die Möglichkeit zur Selbstentfaltung zu bieten und sie in ihrem eigenen Lernen zu unterstützen.

Fazit: Dieses Buch ist nicht, wie der Titel vielleicht suggeriert, ein Ratgeber für ausgepowerte Erzieherinnen, sondern vielmehr eine Orientierungshilfe für die praktische Arbeit. Es zeigt Wege raus aus dem alten Trott hin zu einer positiven wertschätzenden Haltung und einem aktiven Miteinander.

Ursula Günster-Schöning: Ich bin Erzieher*in. Vandenhoeck & Ruprecht 2018 (2. neu überarbeitete Auflage)

ISBN 978-3-525-70198-0

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Gute Ganztagsschulen entwickeln

ganztag.jpgZwischenbilanz und Perspektiven

Wie in der Einleitung beschrieben, gehen die Autoren dieses Buches den Fragen nach, ob und in welchem Maße die Entwicklung guter Ganztagsschulen voranschreitet. Dabei wurden diverse Studien und Statistiken ausgewertet aber auch praktische Einblicke berücksichtigt.

Untersucht wurden die Faktoren

  • das pädagogische Engagement der Beteiligten,
  • politische Entscheidungen / finanzielle Mittel, Rechtsrahmen,
  • quantitativer und qualitativer Ausbau.

Gegliedert ist das Buch in drei Themenblöcke:

  • Was sagt die Wissenschaft zum Lernen im Ganztag?
  • Wie sind die Rahmenbedingungen für ganztägiges Lernen?
  • Wie wird eine Schule eine gute Ganztagsschule?

Abschließend gibt es einen informativen Beitrag zur Zukunft der Ganztagsschulen: „Ganztags-Rechtsanspruch für Grundschulkinder: Was jetzt passieren muss.“

Das Autorenteam wertet diverse Studien aus und fasst Informationen übersichtlich und verständlich zusammen. Einige Berichte aus Schulen runden die Informationen ab und geben einen anschaulichen Einblick in die Praxis. Im dritten Kapitel gehen die Autoren sehr praktisch auf die Entwicklung von Schulen zum Ganztag ein, samt Tipps zu möglichen Schwierigkeiten.

Wer sich als Lehrer*in oder auch als sozialpädagogische Fachkraft für die Entwicklung von Schulen zur Ganztagsschule interessiert, findet in diesem Buch einen fundierten und sehr ausführlichen Einblick.

Fazit: Neben fachlichen Informationen findet man in diesem Buch auch ganz praktische Ausführungen zur möglichen Entwicklung hin zur Ganztagsschule. Die Autoren schaffen eine gelungene Mischung aus Fachlichkeit und Praxis geschrieben in gut lesbarer Sprache.

Bertelsmann Stiftung (Hrsg.): Gute Ganztagsschulen entwickeln. Zwischenbilanz und Perspektiven. Verlag Bertelsmann 2019

ISBN 978-3-86793-788-7

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Endlich Nichtschnarcher

Täglich 5 Minuten üben und nie mehr schnarchen

9783837144185_Cover.jpgWas für eine Versprechung!

Als Schnarcher(in) hat man es nicht leicht. Schließlich will man niemanden mit den lautstarken Geräuschen belästigen. Doch so einfach bestellen lässt es sich nicht, zumal man es selbst ja meist nicht mal bemerkt. Wer mit Schnarchern spricht, erntet gerne ungläubiges Staunen. Denn als Schnarcher(in) hat man meist keine Ahnung von der hohen Lärmbelästigung, die man selbst verursacht. Interessant ist auch, dass Schnarcher(innen), die andere schnarchen hören, trotzdem nicht auf sich selbst schließen und sich bewusster werden, dass sie etwas gegen das Schnarchen tun sollten. Solange sie selbst gut schlafen und keine gesundheitlichen Probleme haben…

Hier setzt das Hörbuch ein. Denn die Autoren erklären unter anderem, wie schädlich ein gestörter Schlaf sein kann. Sie gehen dabei auf Atemaussetzer ein, die im schlimmsten Fall passieren können. Immer wieder weisen sie jedoch darauf hin, dass Schnarchen freiwillig ist. Das irritiert schon, denn wer schnarcht schon freiwillig? Doch gemeint ist wohl mehr, dass man das Schnarchen abstellen könnte, wenn man möchte.

Dafür gibt es dann, nach etwa 2/3 Spielzeit der CD auch konkrete Tipps und Übungen. Diese sind vergleichbar mit Beckenbodengymnastik. Klingt blöd, ist aber so. Denn es geht darum, die Muskulatur im Rachenraum zu stärken und so (wieder) zu beherrschen.

Ich habe das Hörbuch an einen Schnarcher weitergegeben und warte noch auf das positive Ergebnis.

Fazit: Ob freiwillig oder nicht, schnarchen ist lästig und kann Schnarcher und deren Zuhörer krank machen. Die CD bietet interessante Informationen über das Schlafen an sich und über das Schnarchen. Dazu gibt es einige sehr einfache praktische Übungsanregungen, die jede(r) direkt ausprobieren kann.

Dr. Mike Dilkes, Alexander Adams: Endlich Nichtschnarcher. Gelesen von Charles Rettinghaus. RandomHouse Audio 2019

MP3-CD Spielzeit 1 St. 17 Minuten

ISBN 978-3-8371-4418-5

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Mit Augen, Ohren, Nase , Mund & Händen

SinneSinnes- und Wahrnehmungserfahrungen für Krippenkinder

Wenn kleine Kinder lernen, dann am besten mit allen Sinnen. Michaela Lambrecht gibt in diesem Buch zahlreiche Anregungen für die fünf Sinne: das Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Spüren. Außerdem gibt es ein Kapitel zur sensorischen Integration. Hier geht es um „das Ordnen von Sinnesanregungen im Gehirn“ (S. 57)

Zu Beginn der Kapitel erläutert die Autorin jeweils kurz die wichtigsten Informationen zum jeweiligen Sinnesbereich. Alle Anregungen sind einfach und unkompliziert, sodass sie auch im Morgenkreis direkt umzusetzen sind.  Jede Idee, bzw. jedes Spiel wird übersichtlich auf einer Seite vorgestellt. Praktisch sind die Hinweise zur Dauer des Angebotes und zum Alter der Zielgruppe. Bunte Fotos lockern die Seiten zusätzlich auf und machen Lust, die Anregungen auszuprobieren.

Sehr praktisch ist, dass man das Buch als PDF downloaden kann. So ist es drei Euro günstiger als die Printversion. (Der Link zur Verlagsseite öffnet sich durch Klicken auf das Cover.)

Fazit: Eine gelungene Sammlung von einfachen Ideen für alle Sinne. Auch für Tageseltern und für Zuhause bestens geeignet.

Michaela Lambrecht: Mit Augen, Ohren, Nase , Mund & Händen. Verlag an der Ruhr 2018

ISBN 978-3-83463-920-2