Die Easy Socke

Gestrickt mit der neuen Anfänger-Ferse

6955Aller Anfang ist schwer! Und an eine Socke trauen sich die wenigsten Anfänger heran. Warum eigentlich? So schwer ist das doch gar nicht, wenn man die richtige Anleitung hat.

Das Buch „Die Easy Socke“ von Ewa Jostes verspricht: „Die einfachste Ferse der Welt!“

Zur Auswahl stehen 15 Sockenmodelle für Jung und Alt, in verschiedenen Farben und Mustern. Alle sehen wunderschön aus und dank der schönen Fotos will man sofort loslegen.

Die eigentlichen Anleitungen für die Ferse und die Spitze befinden sich in den eingeklappten Umschlagseiten. Unter „… so wird´s gemacht“ wird alles erklärt, was nötig ist, um Socken zu stricken.

Ich habe mir als Modell  die grüne „Froschprinzessin“ ausgsucht. Hier gibt es einen hübschen Perlenabschluss, den ich weggelassen habe. Auch hatte ich gerade nur einen dunkelgrünen Wollrest, aber viel graue Wolle. Also sollten es grau-grüne Socken werden. Das Muster wollte ich von dieser Anleitung übernehmen.

Der Schaft war schnell gestrickt und durch die Anleitung leicht verständlich. Nun zur Ferse! Ich bin keine Anfängerin, habe bereits an die 50 Paar Socken mit unterschiedlichen Fersen gestrickt – aber das hier, hui, damit kam ich gar nicht zurecht.

Zunächst steht in der Modellanleitung die Grundidee der Ferse, also ob sie mit rechten Maschen gestrickt wird oder z. B. in welcher Farbe. Die eigentliche Anleitung befindet sich in der vorderen Klappe des Umschlags. Blöderweise ist die zweite Hälfte dieser Anleitung dann in der hinteren Klappe abgedruckt. Sodass man ständig hin- und herblättern muss.

Ich habe Schritt-für-Schritt gestrickt und nicht geschafft, diese easy Ferse zu stricken. Sie scheint einfach zu sein, aber die Anleitung stimmt irgendwie nicht. Nach fünfmal Auftrennen habe ich die Autorin kontaktiert und so erfahren, dass die Anleitung im Buch stark verkürzt wurde. Aha!

Mithilfe der Autorin habe ich die Socke ganz schnell fertig bekommen. Es ist wirklich easy!

Fazit: Sehr schöne und anregende Sockenideen mit einer ungewohnten Ferse, die eine einfache Alternative zur üblichen Ferse ist.

Damit alle anderen auch leichter zurecht kommen, hier nun die Kontaktadresse im Verlag:

Kreativservice, Frau Erika Noll

mail@kreativ-service.info

Ewa Jostes: Die Easy Socke. TOPP 2015

ISBN 978-3-7724-6955-8

Bei Amazon Die Easy-Socke (kreativ.kompakt.): Gestrickt mit der neuen Anfänger-Ferse


Himmlische Ideen aus Stoffresten

Einfache Projekte zum Nähen aus einem halben Meter Stoff

https://i0.wp.com/www.randomhouse.de/content/edition/covervoila_hires/Shore_DIdeen_aus_Stoffresten_156387.jpg

Nähen macht Spaß, aber schöner Stoff kann auch ziemlich teuer sein. Daher sind Stoffreste sehr wertvoll und jeder übrige Zentimeter soll seine Verwendung finden. Für die Ideen in diesem Buch benötigt man jeweils nur einen halben Meter Stoff.

Schon das Cover in sanften Tönen verspricht vielfältige Anregungen.

Gleich nach der Danksagung der Autorin von deren Ehemann übrigens die Fotos im Buch stammen, gibt es eine wunderbare, zweiseitige Inhaltsübersicht mit Fotos. So kann man auf einen Blick sehen, was das Buch bietet und sich für den Kauf bzw. anschließend für ein Projekt entscheiden.

Sehr hilfreich sind auch die „Nützlichen Dinge“ und das Kapitel „Bevor Sie anfangen“. Hier gibt es Materialinfos und eine Übersicht über Stiche, Tipps zum Applizieren und zum Nähen von Schrägbändern.

Die Ideen sind, wie versprochen, alle einfach und so für Anfänger gut umsetzbar. Vieles davon ist nützlich, als Dekoration oder als Geschenk geeignet. Die Anleitungen sind Schritt für Schritt erklärt. Zu fast jedem Schritt gibt es ein Foto.

Die Anleitungen sind gut erklärt und dank der Übersetzerin Sonja Häußler angenehm klar geschrieben.

Fazit: Ein gutes Nähbuch für Anfänger, die gerne und schnell schöne Ergebnisse erzielen wollen.

Bei Amazon: Himmlische Ideen aus Stoffresten: Einfache Projekte zum Nähen aus einem halben Meter Stoff

Debbie Shore: Himmlische Ideen aus Stoffresten. Bassermann 2015

ISBN 978-3-8094-3354-5

Onlinesüchtig?

Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Vier Kapitel informieren https://i0.wp.com/www.patmos.de/images/978-3-8436-0655-4.jpgüber Onlinesucht und geben Tipps zum Umgang mit Betroffenen:
1. Onlinesucht – was ist das eigentlich?
2. Verstehen, was bei einer Onlinesucht passiert
3. Nicht mehr hilflos daneben stehen – Was Sie als Angehöriger tun können
4. Zurück ins Real Life – Hilfe für Betroffene

Die Aufmachung des Buches ist sehr einfach und nüchtern. Ein paar Auflockerungen durch Grafiken oder Illustrationen hätten hier sicher gut getan. Vielleicht sollen diese aber nicht vom Inhalt ablenken?
Kinder sind heute fast verwachsen mit ihrem Smartphone. Der Fernseher ist nur noch selten interessant, weil die angesagten Inhalte im Internet gefunden werden. Oft hat man selbst das Gefühl, das Internet saugt einem die Zeit ab, wie die grauen Herren es in „Momo“ tun. Doch wo ist das Zeitkonto? Was bleibt übrig?
Das Buch „Onlinesüchtig?“ beginnt mit „Wie viel ist zu viel?“ Die wohl brennendste Frage für uns Leser. Doch sie wird nicht eindeutig beantwortet: „Problematisch wird es da, wo mit ernsthaften Beeinträchtigungen zu rechnen ist …“ (S. 12)
Aber wann entsteht Leid und für wen? Ist es Leid, wenn keine Gespräche mehr stattfinden können, weil immer ein Handy dazwischen klemmt? Oder ist es Leid, wenn der Elfjährige zwei Schwimmringe mit sich herumschleppt, weil er beim täglichen PC-Spiel wie versteinert auf seinem Stuhl hockt und sich willkürlich Chips und Cola reinspachtelt? Holger Feindel zählt viele körperliche und seelische bzw. psychische Folgen übermäßigen Medienkonsums auf. Erschreckend, wenn man die Liste liest.
Um Onlinesucht zu verstehen, muss man erkennen, wie sie sich entwickelt. Das Kapitel „Warum gerade das Internet?“ (ab S. 38) erklärt, wie Online-Spiele bzw. die Onlinewelt in den Bann ziehen können. Im Anschluss erläutert der Autor die Sprache des Internets und zeigt auf, wie man als Angehöriger reagieren kann. Bald wird klar: eine einfache und schnelle Lösung gibt es nicht, Menschen aus dem Sog der Onlinewelt herauszuholen. Der Weg geht über eine Veränderungsmotivation (S. 71), also den Wunsch, etwas im Leben zu verändern. Mithilfe klarer Regeln und genauer „Selbstbeobachtung soll es gelingen, allmählich medienfreie Tage einzuführen und so Schritt für Schritt von der Onlinesucht befreit zu werden.
Fazit: Ein recht nüchtern gestaltetes Buch mit vielen Beispielen, Tipps und Erklärungen, einen möglichen Weg aus der Abhängigkeit vom Internet aufzeigt. Zumindest aber lädt es zur Selbstreflexion ein.

Bei Amazon: Onlinesüchtig? – Ein Ratgeber für Betroffene und Angehörige

Holger Feindel: Onlinesüchtig? Patmos 2015

ISBN 978-3-8436-0655-4