Wir lieben Holz!

Über 50 inspirierende Projekte

7578• Dekoratives
• Praktisches
• Jahreszeitliches
• Geschenke
Ein Buch, gefüllt mit einfachen und etwas anspruchsvolleren Holzgestaltungsideen

Mit vielen ganzseitige Fotos findet der Holzbastler viele dekorative Ideen, aber auch Nützliches: Lampen, Schalen, Schachteln, Kleiderbügel, ein Schlüsselbrett.
Alle Anleitungen sind übersichtlich Schritt-für-Schritt erklärt und mit allen nötigen Infos versehen.
Das Layout ist übersichtlich, klar und dezent-elegant gehalten. Dies geschieht durch eine leicht gelockerte Schrift für Überschriften und Ziffern sowie durch die fein abgestimmten Farben.
Die Anleitungen sind überwiegend so gehalten, dass Leute die sich nicht für kreativ halten, loslegen können. Maße und Schablonen sind dafür vorhanden. Für freies, kreatives Gestalten eignet sich das Buch weniger. Eine wirklich anregende Idee, die Raum für eigene Kreativität lässt, gibt es aber: die Kleiderbügel auf S. 108. Hier bekommt man Lust, mit Formen zu spielen und mit Farben zu gestalten.
Die zahlreichen Ideen mit Furnier sind dagegen eher Geschmacksache.
Einige Materialinfos und Tipps wären hilfreich, z. B. was ist ein Transfermedium? (S. 26)
Die Arbeitstechniken sind manchmal arg verkürzt, z. B. beim Messerblock (S. 38): Holzleisten und Holzplatten sollen verleimt werden und der Leim soll man gut trocknen lassen (Holzleim muss aber ca. 20 Minuten gepresst werden).

Fazit: Ein schön aufgemachtes Buch für Einsteiger und leicht geübte Hobby-Bastler mit Schablonen, Maßen und vielen Fotos.

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Wir lieben Holz! TOPP im Frechverlag 2015

ISBN 978-3-7724-7578-8

Ja zum Nein

Selbstachtung statt Harmoniesucht – Mit Sofort-Übungen für den breuflichen Alltag

9783658068325In sieben Kapiteln zum Nein?
1. Jedes Ja ist wichtig, jedes Nein unentbehrlich
2. Bedürfnisse, Harmonie und Konflikte
3. Selbstwertgefühl
4. Nein ist eine klare Aussage
5. Klare Kommunikation eines Neins
6. Ja zum Nein im beruflichen Alltag
7. Leitfaden

„Vom halbherzigen Ja“ zeigt, wie wir uns zum Ja-Sager entwickeln, obwohl wir häufig Nein meinen. Dabei wird der Unterschied zwischen taktlosem Widerspruch durch deutliches Nein-Sagen und taktvollem Nein-Sagen deutlich. Hier zählt der Weg dahin, die eigne Haltung. Ein toller Tipp, wie ich finde, ist das Muskeltraining auf S. 7. Hier erläutert die Autorin, das Willenskraft wie ein Muskel trainiert werden muss. Zur Übung kann man sich z. B. die Zähne mit der linken Hand putzen oder die Reihenfolge des Frühstücks verändern – eben Gewohnheiten bzw. Muster durchbrechen und verändern. So kann sich der Wille, etwas zu tun, stärken und auch für andere Bereiche weiterentwickeln.
Bald wird deutlich, dass ein klares Nein gesund ist, denn es zeigt die Selbstachtung und Fürsorge für die eigene Person.
Der Weg zum ehrlichen Nein-Sagen führt weiter über eine intensive Selbstreflexion. Sowohl die eigenen Bedürfnisse als auch das Selbstwertgefühl werden erforscht und hinterfragt. Das bewirkt, sich selbst zu erkennen und ernst zu nehmen.
In Kapitel 4 lernt der Leser schließlich ganz praktisch Nein zu sagen. Natürlich gibt es auch hier wieder viele Übungen dazu. Die helfen sehr, das eigene Handeln zu verstehen und Fehler zu vermeiden.
Sehr hilfreich finde ich Kapitel 5.1 Gesprächsrahmen. Hier erklärt die Autorin, wie Sätze positiv oder negativ formuliert werden können.
Fazit: Mithilfe zahlreicher kleiner und größerer Übungen nimmt die Autorin den Leser an die Hand und zeigt in klarer, motivierender Sprache auf, wie ein Ja-Sager lernen kann, selbstbewusst Nein zu sagen, ohne zu verletzten oder Gewissensbisse zu haben. Lehrreich, hilfreich und interessant!

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Kirstin Nickelsen: Ja zum Nein. Springer Gabler Verlag 2015

ISBN 978-3-658-06832-5

Brauerehre

BrauerehreEin Bierkrimi

Ozapt is zur Wiesn! Doch im Sternbräu fließt kein Bier, da steckt eine Leiche im Sudkessel. Klingt schauerlich, ist aber eher lustig.
Andreas Schröfl, selbst Brauer, ist ein außergewöhnlich amüsanter München-Krimi gelungen. Anfangs fühlt sich der vom Bier angezogene Leser vielleicht etwas überfordert. Denn nach dem Prolog in Schriftdeutsch folgt der Monolog im Volksmund, durchbrochen von kurzen Dialogen der Herren Gschwendtner und Nussrainer. Ein Sprachexperiment? Vielleicht – aber gelungen!

Auch der eingeworfene Telegrammstil, fast wie Regieanweisungen: „Betretene Stille“, „Abgang russische Schläger“, entpuppt sich bald als Zeichen genauer Beobachtung bayerischer Sprache. Hier erzählt einer, ganz so, wie er einem Spezl erzählen würde, was da so los war in München.
„Dem Helmut hat es die Augen verrissen, dass du gemeint hast, der hängt an einer Starkstromleitung und steht mit den Füßen im Wasser.“ Helmut ist der mit dem Silberblick. Einer der Spezln mit wunderbaren Namen aus dem Sternbräu. Hier nämlich ist eine Leiche gefunden worden und der Sanktus, der kurz mal Polizist war und durch und durch Brauer ist, soll und will jetzt schaun, was dahinter steckt. Gemeinsam mit skurrilen und doch so realen Figuren zieht es ihn von Maß zu Maß.

Der Fall ist komplizierter als gedacht, die Brauerdetektive tun sich schwer. Da kommt die Kathi, die mit den schönen Füßen (so der Sanktus, seines Zeichens Fußfetischist), gerade recht.
Ob sie den Mord aufklären und ob es bei der einen Leiche bleibt? Steht im Buch. Logisch oder?
Fazit: Vielen Dank lieber Andras Schröfl für diesen lustigen Münchner Bierkrimi, mit den vielen kleinen so genau beobachteten Details, der herrlichen Sprache und den liebenswert eigenartigen Figuren“ Ich hoffe, ich darf bald mehr vom Sanktus lesen.

Tipp: Wer Brauerehre mag, dem gefallen auch die Ida Ding Krimis um Muck Halbritter: Hendlmord und Jungfernfahrt. (Rezensionen hier: Hendlmord und Jungfernfahrt

Bei Amazaon: Brauerehre: Ein Bierkrimi

Andreas Schröfl: Brauerehre. Gmeiner 2015.

ISBN 978-3-8392-1754-2