Gesellschaft · Kinder- und Jugendbuch

Ching, Chang, Stop

Die Autorin und Illustratorin Dian Gohring kommt aus Bayern. Weil sie nicht „typisch bayerisch“ aussieht, wird sie ständig mit ihrem Äußeren konfrontiert. Es belastet sie, wenn andere sie nicht als gleichwertig betrachten. Alltagsrassismus findet oft unbewusst statt. Doch verletztend ist er genauso wie bewusste rassistische Äußerungen und Handlungen.

Die Autorin schildert das Leben eines Kindes, einer Jugendlichen und Erwachsenen aus der eigenen Perspektive und Erfahrung. Dabei gibt sie konkrete, oft erschütternde Beispiele, wie Kommentare von Lehrern oder Kindern wider. Sie zeigt aber auch Möglichkeiten, sich als Betreoffene*r zu wehren und Gefühle zuzulassen, bzw. zu äußern. Die Illustrationen, teils eigenständige Bilder, vermitteln einen Eindruck der Stereotype mit denen die Autorin konfrontiert wurde, aber sie zeigen auch anschaulich verschiedene Situationen und Gefühlswelten.
Fazit: Alltagsrassismus, kulturelle Aneignung und Diskriminierung sind Themen, die bereits in Kita und Grundschule behandelt werden müssen. Noch besser wäre es, wenn wir darüber gar nicht mehr sprechen müssten. So eigenet sich das Buch auch und ganz besonders für Erwachsene, die sich bewusst machen wollen, wie oft sie selbst andere durch unbedachte Worte und Handlungen verletzen und belasten.

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